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Überraschung im Schulalltag

Einschätzung der Lage nach 3 Monaten als Quereinsteiger im Schuldienst

 

Verlust der Kontrolle, der Ordnung, der Autorität - andauernde "verordnete" Kapitulation

Nach nur kurzer Lehrtätigkeit im berufsschulbildenden Sektor und Beobachtung des sozialen Umfeldes der Schule ziehe ich eine erste Bilanz.

Die Gesellschaft ist verroht und Autoritäten sehe ich nicht. Es scheint Anarchie zu herrschen, und zwar die der bildungsfernen Schichten hauptsächlich mit Migrationshintergrund.
Pöbeleien und Beleidigungen sind im Bus, auf der Straße und sogar, das hat mich am meisten überrascht, im Klassenraum völlig normal und werden sogar toleriert. Wir haben in Deutschland offenbar ein großes Problem mit dieser Toleranz. Es wirkt, als hätte sie als Wertersatz den Platz von so vielen anderen Qualitäten einfach übernommen. Vernunft, Verstand, Ordnung, Rücksicht, Respekt und Einhaltung geltender Regel, Vorschriften und Gesetze sind still dieser allumfassenden Toleranz gewichen und wehe dem, der sie nicht füttert.

Beispiel: Im Pneumatiklabor darf nicht mit der Druckluft gespielt werden. Zur Unruhe, dem lautmundigen Beleidigen und dem Spielen am Handy kommt das laute Spielen mit Druckluft hinzu, welches wohlgemerkt zu Verletzungen führen kann. All das ist passiert und wurde toleriert. Ich habe den Klassenraum nach 15 Minuten der Hospitation verlassen.

Beispiel: Gestern habe ich erlebt, wie ein türkischstämmiger Mitbürger einen Becher Ayran, einen halben Döner, Alufolie und eine Plastiktüte aus dem Auto auf die Straße warf. Nach kurzer Unterhaltung und Nachfrage, ob das sein Müll sei, waren wir uns beide einig, dass das nicht schön aussehe. Dennoch fuhr er einfach weg und hinterließ seinen Haufen.

Beispiel: Während einer Dienstbesprechung der Lehrer wird darüber beraten, wie mit Schülern zu verfahren ist, die das Schulgebäude in der Pause nicht verlassen wollen.
Strenge Maßnahmen werden nicht einmal erwähnt, der Einsatz des Schulsozialpädagogen jedoch schon. Nicht vielleicht etwas zu weich?

Deutschland hat jeden Sinn für Ordnung und Ordnungserhalt verloren. Ich sehe ihn nicht mehr. Und dabei sind doch genau diese Ordnung und die die Bürger schützenden Gesetze so wichtig für uns alle! Warum kein Interesse?

Ich wage eine Analyse:
Nach dem 2. Weltkrieg war Deutschland in Schutt und Asche. Jedes Symbol, jedes Objekt für nationalen Stolz zerstört. Zudem schreiben natürlich die Sieger den Verlauf der Folgezeit. Und da war wenig Interesse, die Identität einer deutschen Nation wiederherzustellen. Mit guten Gründen, was nun jedoch verheerende Folgen hat.
Es wirkt, als seien wir in Deutschland schon im Ansatz gelähmt, über die Probleme, die mit Migration zusammenhängen, nachzudenken. Schon beim Gedanken, dass Orient, Islam und Einwanderung zu ganz spezifischen Problemen der so oft im Wunschtraum geäußerten Integration führen, fällt das Toleranzbeil auf den brandgemarkten Nazinacken. Die pure Lähmung. Und weil das so allgemein anerkannt und praktiziert wird, wirkt per se jede Konfrontation mit dieser Thematik falsch, schlecht und rassistisch. Wie albern. Was für eine Kapitulation. Welch eine Bankrotterklärung!

Gibt es denn wirklich nichts, was wir eben auch gegen andere erhalten dürfen? Gibt es nichts, was wir verteidigen dürfen? Gibt es nichts Gutes in uns, in unserem Land, mit dem wir uns identifizieren dürfen?

Doch! Und wenn wir es nicht sagen können, wenn wir es uns verbieten, dann machen es die für uns, die wir auch nicht wollen. Dann jedoch sehen die Leute die, die es sagen und sagen sich selbst: "Die sagen es endlich."

Es gibt eben Dinge, die gesagt werden müssen, weil sie da sind, weil sie wahr sind, weil sie richtig sind. Dass die Deutschen auch etwas haben, das sie gut und gerne gegen Anderes verteidigen dürfen, sieht jeder.

4.12.16 02:06

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